Im Zelt zu Hause

Wir haben zwar wenig dabei, verzichten aber nicht auf jeden Luxus im Gepäck. Deshalb haben wir uns nicht für das kleinste und leichteste Zelt entschieden, aber auf Packmaß und Gewicht geachtet. Guter und vor allem langer Schlaf ist uns wichtig, um zur Ruhe zu kommen und die vielen Eindrücke der Reise zu verarbeiten.

Zelten unter den Nordlichtern in Island

Flexibel unterwegs

Gerade beim Hitchhiken ist es vom Vorteil ein Zelt dabei zu haben. So kann man jederzeit an einem Ort bleiben oder von der geplanten Route abweichen und sein Nachtquartier aufschlagen. In diesem Fall sind wir nicht so anspruchsvoll bei der Zeltplatzwahl. Wenn wir in der Natur unterwegs sind, macht es uns besonders viel Spaß, die schönsten Zeltplätze zu finden.

Per Anhalter durch Island
Zeltplatz Preikestolen in Norwegen
Zeltplatz im Hochland von Island

Sturmfest

Durch die Konstruktion lässt sich das Invenio UL 2P von Vaude extrem schnell aufbauen. So haben wir schon ein Wettrennen gegen den Aufbau eines Wurfzeltes gewonnen. Innen ist ausreichend Platz für zwei Personen, zwei Isomatten, Schlafsäcke und einen Teil des Gepäcks. Es kam auch schon vor, dass wir zu viert in unserem Zelt gefrühstückt haben. An dieser Stelle gehen Grüße raus an die Ostfriesen. Das eine Vorzelt nutzen wir, um dort zu kochen und im anderen ist ausreichend Platz für unsere Gleitschirmausrüstung. Die Zeltunterlage wird je nach Untergrund als Schutz für den Boden, Picknickdecke oder auch als Sonnensegel genutzt.

Tipp: Gummischlaufen zur Befestigung nähen.

Wenn der Boden es zulässt, befestigen wir das Zelt mit Heringen. Für den Fall, dass der Untergrund zu hart ist, haben wir selbstgenähte Gummischlaufen dabei. Nur noch ein paar Steine suchen, diese als Anker nutzen und das Zelt steht bombenfest. Wir zelten bei jedem Wetter, bei Regen, Starkwind, aber am liebsten bei Sonnenschein.

Zelt, Zeltstangen, Heringe und genähte Schlaufen
Außen- und Innenzelt hängen zusammen und werden an die Zeltstangen geklipst

Im Zelt autark

– Strom
– Wasser

Um unsere Elektrogeräte aufzuladen, haben wir zwei Solarpanele Sunnybag Leaf Pro dabei. Diese kann man tagsüber am Rucksack oder am Zelt befestigen. So haben wir immer volle Akkus für Kameras, Drohne und vor allem für unsere Handys. Das gibt uns Sicherheit bei langen Wanderungen abseits von jeglicher Infrastruktur. Außerdem weiß man jede Minute Sonne doppelt zu schätzen und wir sparen uns längere Aufenthalte in Supermärkten oder an anderen Orten, wo wir früher unsere Elektrogeräte aufgeladen haben. So sind wir flexibel und genießen die Unabhängigkeit.

In Island verbrachten wir bei Starkregen mehrere Tage hintereinander im Zelt. Als uns so langsam das Trinkwasser ausging, kamen wir auf die Idee, mit unseren Schüsseln das Regenwasser von der Zeltplane aufzufangen. Am besten ist es immer neben einem Bach oder See zu zelten. Dann hat man ausreichend Wasser zum Trinken, Kochen, Waschen und Spülen.

!!! Bitte benutzt kein herkömmliches Shampoo oder Spülmittel.

Jetzt nur noch auf die Sonne warten
Flexible Solarpanele – Handy während Wanderung aufladen
Waschtag am Lysefjord in Norwegen

Luxus – Schlafmaske, Ohropax und Daunenkissen​

Unsere Stirnbänder nutzen wir als Schlafmasken, da es in Ländern wie Island und Norwegen im Sommer nicht dunkel wird. Wenn wir mal direkt neben der Straße schlafen oder der Wind zu laut ist, kommen die Ohropax zum Einsatz. Die kleinen Kissenbezüge werden jeden Abend mit Daunenjacke und Pullover gefüllt und dienen so als bequemes Kissen. Leichter und kleiner kann ein Reisekissen gar nicht sein.

Zeltplatzsuche

– in der Natur
– Farmer oder Einheimische fragen
– Campingplatz

In einer besonderen Naturkulisse zelten ist für uns immer wieder ein Erlebnis, auf das wir nicht verzichten möchten. Lieber tragen wir etwas mehr und machen statt einer Tages- eine Zweitageswanderung mit Übernachtung. So müssen wir nicht die ganze Strecke an einem Tag gehen, haben mehr Zeit und können auch bekannte Orte wie Trolltunga und Preikestolen mit weniger Menschen erleben.

Vor allem in Island haben wir regelmäßig Farmer gefragt, ob wir unser Zelt auf ihre Wiese stellen dürfen. Dabei haben wir durchweg gute Erfahrungen gemacht.

Tipp: Fragen kostet nichts.

Die besten Zeltplätze hatten wir bisher immer in den Bergen. Es gibt nichts Schöneres, als morgens mit Bergpanorama aufzuwachen. Aber wie finden wir diese? Auf Wanderkarten kannst du anhand von Höhenlinien flache Ebenen erkennen und die Geländebegebenheit auf Google Maps genauer anschauen. So weißt du schon im Voraus, wo es möglich wäre zu zelten. Vor Ort kannst du dich dann genau umschauen. Wichtig ist eine gerade Fläche und ausreichend Platz. Eine Wasserstelle in der Nähe vom Zelt ist immer ein Bonus.

Campingplatz steuern wir nur im Notfall an, falls wir nichts anderes finden, heiß duschen wollen oder Wäsche waschen müssen.

!!! Bitte hinterlasst den Zeltplatz immer so, wie ihr ihn vorgefunden habt, respektiert die Einheimischen und die Natur!

Sonnenaufgang in Island

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