Bardenas Reales & Congost de Mont-rebei #16

In der Region Navarra möchten wir uns die größte Wüste Europas anschauen. Es gibt verschiedene Pisten zum Befahren. Wir entscheiden uns für den Rundweg und verlassen nach 30 Kilometern den Naturpark schließlich Richtung Norden. In der Mondlandschaft aus ockerfarbenen Lehm-, Sand- und Kalksteinformationen, die über Millionen von Jahren entstanden sind, gibt es einiges zu bestaunen. Vor allem für jemanden, der noch nie in einer Wüste war. Uns erinnert die Landschaft an den Süden vom Iran.

Church of Mediano

Eine Pause im Paradies

In Aragonien finden wir einen ruhigen Stellplatz an einem kleinen Fluss. Der perfekte Ort, um eine kleine Reisepause einzulegen und mal zur Ruhe zu kommen. Für die nächsten Tage sind 32 bis 36 Grad gemeldet. Nicht weit entfernt befindet sich ein Wasserfall mit traumhaften Gumpen zum Schwimmen. Das Wasser hat die perfekte Temperatur zum Planschen, wir laufen den Fluss hoch und springen in jeden Gumpe.

Eine Woche bleiben wir hier, genießen die Ruhe und zwischendurch die Gesellschaft von den Niederländern Martina und Jorijn. Doch unser Hinterreifen verliert immer mehr Luft, so machen wir uns auf den Weg zu einer Tankstelle, füllen bei der Gelegenheit unseren Trinkwasserkanister auf. In einem typischen spanischen Dorfladen kaufen wir frische Lebensmittel. Es ist schön zu beobachten, dass hier den alten Leuten noch geholfen wird und niemand stresst.

Wer möchte hier nicht reinspringen?
Barranco Triste

Riglos

Auf dem Rückweg schauen wir uns das Dorf »Mallos de Riglos« an. Dies sind eine Ansammlung von Konglomerat-Felsformationen. Ein beliebtes Klettergebiet, wie man an den hellen Linien in den vertikalen Wänden erkennen kann. Als wir zurück zu unserem Stellplatz kommen, treffen wir Christiane und Christoph vom Bodensee. Den Abend verbringen wir mit guten Gesprächen und tauschen Tipps für die weitere Reiseroute aus. Hoffentlich trifft man sich irgendwann noch einmal.

Könnt ihr die helle Kletterspur erkennen?

Canyoning

Ein Hochdruckgebiet bringt uns 35 Grad im Schatten. Da hilft es nur, die Füße ins Wasser zu stecken und die Hängematte aufzuhängen. Zum Glück sind wir gerade in einem Naturpark »Sierra y los Cañones de Guara« mit unzähligen Canyons und Gumpen zum Baden. Eine beliebte Region für Canyoning. Ganze Familien und Schulklassen verschwinden hier in den Schluchten und kommen nach einigen Stunden wieder heraus. Auch wir erkunden den Canyon, doch ohne Neoprenanzug ist uns schnell kalt, denn das Wasser ist trotzt warmer Außentemperatur eiskalt.

Presa de Bierge
Fuente De Tamara

Congost de Mont-rebei

In dem 600 Hektar großen Naturschutzgebiet verläuft eine imposante Schlucht mit steilen Felswänden. Einige Adler und Geier kreisen über unsere Köpfe hinweg und beobachten die zahlreichen Wanderer und Kajakfahrer. Schwindelfrei sollte man schon sein, da nicht nur die wackelige Hängebrücke, sondern auch der schmale Wanderweg nicht ohne ist.

Im Fluss, direkt neben unserem Stellplatz. Vielleicht eine ungiftige Vipernnatter?

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