Almabtrieb am Oberblegisee #4

Da die Schweiz bei dem EU-Roaming nicht mitmacht genießen wir die meiste Zeit offline zu sein. Jedoch gibt es ein paar Dinge, für die wir das Internet in den Supermärkten nutzen. Wetter checken, Couchsurfer anschreiben und Informationen über die nächste Wanderung heraussuchen. Nach dem Einkaufen sind uns die Rucksäcke zu schwer für die Wanderung. Alle Sachen, die wir für die nächsten zwei Tage nicht benötigen, packen wir in einen wasserdichten Sack und verstecken ihn im Wald. Ganz wichtig! Wir speichern die GPS-Koordinaten, damit wir ihn auf jeden Fall wieder finden.

Ohrenbetäubender Lärm wird immer lauter. »Was zum Teufel ist das?«, fragt Jamila erschrocken. Flo lacht, als die erste Kuh bunt geschmückt um die Ecke getrottet kommt. Wir haben Glück und dürfen einen traditionellen Almabtrieb hautnah miterleben. Über die Größe der Glocken staunen wir nicht schlecht.

Der See versteckt sich noch hinter den Hügeln

Gleich sind wir am Ziel

Es ist ein langer Quergang über Schotterstraßen an Bergbauernhöfen vorbei. Das letzte Stück geht steil hinauf, bis wir schließlich mit einem gigantischen Bergpanorama für unsere Anstrengungen belohnt werden. Im See spiegeln sich die schroffen Felsen, Gletscher und Wasserfälle. Uns ist gleich klar, hier wollen wir nicht nur einen Tag bleiben.

Im Frühtau zu Berge

Die Berge leuchten rot im Sonnenaufgang und die Murmeltiere rufen munter. Das Frühstück ist spärlich, da wir unsere Essensvorräte von einem auf zwei Tage gestreckt haben. Aber das ist der traumhafte Ort wert. Wir laufen bis zum höchsten Punkt unserer Tour und schlagen hier noch einmal unser Zelt auf. Eigentlich wollten wir uns in einem kleinen See erfrischen, aber dieser ist nur noch zu erahnen und wie so viele Flüsse oder Seen in der Schweiz, zurzeit total ausgetrocknet.

Der Preikestolen von der Schweiz
Hier ist die Luft eiskalt
Einmal um den Oberblegisee
EIn schöner Zeitvertreib
Nach einer ruhigen Nacht machen wir uns auf den Rückweg
Brunnen "Mineralwasser ohne Kohlensäure, 6° Celsius"

Über die Gruppen Alm gehts zurück nach Schwändi, ein verwunschenes Bergdorf mit traditionellen Holzhäusern mit Fensterläden, in allen möglichen Farben. Eine Frau nimmt uns bis zum nächsten Dorf mit. »Nicht erschrecken, ich komme gerade von der Jagd und im Kofferraum liegen zwei tote Gämse«, erklärt sie uns fröhlich.

Bergdorf Schwändi

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