Algodonales #13

Mit den ersten Sonnenstrahlen schlüpfe ich aus dem Schlafsack, um den Blick über Algodonales und die umliegenden Berge in mich aufzusaugen. Ein kühler Wind kommt aus Südosten wo Ronda liegen müsste. Die ersten Geier drehen in der morgen Thermik ihre Kreise. »Diese Tiere sind die wahren Könige der Lüfte«, sagt Flo als er seinen Gleitschirm auf dem Kunstrasen auslegt und nach oben schaut. Jede einzelne Feder kann man erkennen, wenn man mit ihnen zusammen fliegt. In Algodonales gibt es in fast jede Richtung einen Startplatz. So startet man oft morgens Richtung Südost raus und am Nachmittag trifft man viele Piloten am West- oder Nordstartplatz. Wir beobachten bei Starkwind einige riskante Starts und es passiert nicht nur einmal, dass ein Schirm sich im nächsten Baum verhängt, Piloten beim Aufziehen auf dem Rücken landen und sich über den Boden ziehen lassen. Es ist ein schwieriges Thema …

Ronda – Stadtführung mal anders

Da uns das Wetterglück nach ein paar Flugtagen verlässt, drehen wir eine Runde durch die umliegenden Berge. Der Klettersteig in Ronda ist eine besondere Stadtführung entlang der bekannten Puente Nuevo (»neue Brücke«). Hier entkommt man, für kurze Zeit, dem Gewusel der Stadt und kann an den alten Gemäuern hochklettern.

Puente Nuevo im Hintergrund
Leider ist das Wasser zum Baden noch zu kalt
Cueva del Gato

Klettersteige in Andalusien

In der Gebirgsregion Sierra de Libar, scheint jede Gemeinde ihren eigenen Klettersteig zu haben. So fahren wir von Dorf zu Dorf und besichtigen diese von den Klettersteigen aus. Am besten gefällt uns der von Benalauría. Dieser führt durch einen Felsspalt, den man hinaufklettert und oben über eine Hängebrücke überquert. Die Straße zum Einstieg ist abenteuerlich. Zwar ist sie betoniert, aber extrem eng und steil.

Via Ferrata über dem Dorf Benaoján
Via Ferrata in Atajate
Via Ferrata Benalauría

Großes Wiedersehen

Wir wollen Freunde treffen, die wir 2017 in Malaysia kennengelernt haben. Sie wohnen nun in dem kleinen Bergdorf »Villaluenga del Rosario«, mit 450 Einwohnern. Die Freude ist groß, als wir die zwei nach so langer Zeit wieder treffen. Mittlerweile haben sie einen Sohn, einen Hund und zwei Katzen. Aracelli studiert gerade Lehramt und steht kurz vor dem Examen. So unternehmen wir mit Jairo und dem kleinen René einen Ausflug, gehen spazieren und anschließend in Benaocaz klettern. Abends kochen wir zusammen und reden viel über die vergangene Reise in Südostasien und was in den letzten Jahren passiert ist. Wir genießen die Zeit mit ihnen sehr und die zwei Tage gehen viel zu schnell vorbei.

Jamila, René, Jairo & Flo
Das kleine Dorf hat seine eigene Arena. Hier finden noch regelmäßig Stierkämpfe statt.

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