Cochrane #5

Unterwegs auf der Carretera Austral

Die Schotterstraße ist so staubig, dass uns bald der Hals kratzt. Kein Wunder, dass alle Radfahrer hier ein Tuch vor dem Mund tragen. Steine fliegen gegen die Karosserie und es scheppert laut. Max zuckt nicht mal zusammen. Er heizt mit 100 km/h über die Schotterpiste, als wäre das geteerte Straße, eine Hand am Lenkrad, die andere irgendwo in der Luft beim Erklären. Zerbrochene Windschutzscheiben? Normal hier. Gehört dazu, sagt er, wie das Wetter und die Einsamkeit. Und einsam ist es. Weniger als eine Person pro Quadratkilometer, erzählt er uns.

Max spricht Deutsch. 1884 sind seine Vorfahren aus Bayern losgezogen, vom Kochelsee, bis nach Patagonien – ans andere Ende der Welt.

Zwei Stunden haben wir an der Straße gestanden. Die Autos, die wir jetzt überholen, sind dieselben die wir vorhin an der Straße gesehen haben. Wir lachen im richtigen Auto zu sitzen. (Flo)

Übernachtung in der Bushaltestelle – Bester Windschutz
Cochrane: Ein kleines, abgelegenes Dorf, und trotzdem ein Treffpunkt für viele.

Rein in den Nationalpark

Mit Essen für drei Tage im Rucksack laufen wir in den Nationalpark Patagonien. Unser Ziel ist ein See, der hoch oben auf einem Berg liegt. Zuerst geht der Weg aber am Fluss entlang. Eine tolle Wanderung die uns bis zu einer einsamen Bucht bringt, wo wir die erste Nacht schlafen.

Am nächsten Tag sind unsere Beine noch müde. Trotzdem kämpfen wir uns durch stacheliges Gestrüpp. Nur weil die Aussicht so unglaublich schön ist, fluchen wir nicht laut los. Es ist nicht viel los wir treffen nur einen einsamen Wanderer.

Der Pfad schlängelt sich weiter durch viele Bäume, mehr als wir erwartet hatten, bis wir endlich den See erreichen. Wir Freuen uns schon auf Essen und schnell is Zelt bevor es dunkel wird. Die Nacht ist eisig und am Morgen haben wir eine dünne Schicht Eis auf dem Zelt. (Flo)

Komm wir finden einen Schatz
Unsere Lieblings-Mischung zum Wandern
Rio Barker trifft auf Rio Neff

Weitere Eindrücke

Ein Gedanke zu „Cochrane #5

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert