Am Fuße des Ausangate
Für die 120 Kilometer von Cusco nach Tinki benötigt der Bus mehr als dreieinhalb Stunden und schlängelt sich wie gewohnt über unzählige Serpentinen durch die Anden. Dort angekommen merken wir sofort, dass hier deutlich weniger Touristen unterwegs sind. Die Kinder schauen uns neugierig an, während die Frauen in traditionellen Röcken und bunten Hüten durch den Ort laufen. Ihre Einkäufe tragen sie in farbenfrohen Tüchern auf dem Rücken.
Schon lange möchten wir den fünf- bis siebentägigen Ausangate-Trek wandern. Doch in den letzten Wochen wurde uns klar, dass wir ihn wegen der Höhe und der eisigen Nächte wohl nicht richtig genießen könnten. Trotzdem wollen wir die beeindruckende Bergwelt rund um den höchsten Berg der Region nicht verpassen und genau deshalb sind wir hier. (Jamila)




Die Sieben-Seen-Runde
Ein Bekannter unseres Couchsurfing-Gastgeber organisiert uns ein Taxi nach Pacchanta. Dort dürfen wir unser Zelt bei seinem Hostel direkt neben den heißen Quellen aufstellen. Nach einem Bad im warmen Wasser kriechen wir ins Zelt. Gegen die nächtliche Kälte trage ich ein Merino-Longsleeve, eine dicke Fleecejacke, einen Alpakapullover und einen warmen Schlafsack. Um die Hüfte wickle ich meine Daunenjacke, um die Füße eine weitere Fleecejacke. So bleibe ich die ganze Nacht warm und starte am nächsten Morgen ausgeruht auf die Wanderung.
Wir laufen die Sieben-Seen-Runde. Trotz des leichten Rucksacks bringt uns die Höhe schnell ins Schnaufen. Vorbei an Alpakaherden und unterschiedlich gefärbten Gletscherseen lassen wir uns für die rund 12 Kilometer den ganzen Tag Zeit. Immer wieder legen wir Pausen ein und genießen die beeindruckende Bergkulisse des Ausangate. (Jamila)




























Ein Gedanke zu „Ausangate Trek #19“
Liebe Jamila, lieber Flo,
in Oberaudorf ist es seit Wochen absolut herrlich sonnig und schön – und gerade deshalb lesen wir gerne eure Nachrichten, wie heute aus Peru, weil wir miterleben dürfen, wie gut und bunt und ereignisreich ihr eure Zeit erleben dürft . . .
Ganz liebe und erinnerungsreiche Grüße aus der Sonnenstraße 4 zu euch,
Karl & Sabine