Vier Jahre später in Chile
Auf unserer Islandreise 2022 haben wir Pia und Andrés kennengelernt. Damals haben sie uns per Anhalter mitgenommen und uns zu ihnen nach Patarate eingeladen. Fast vier Jahre später stehen wir hier in Chile und nehmen ihre Einladung an. Voller Vorfreude die beiden wiederzusehen.
Zurzeit arbeiten Feña und Adeline für sie und holen uns in Curicó an der bushaltestelle ab.Die Fahrt dauert über zwei Stunden, und die letzte Stunde geht über eine Schotterstraße, die man nur mit einem Geländewagen fahren kann. Auf der Fahrt stellt sich heraus, dass sie Freunde von Freunden aus der Highline-Community sind. Im Tal gibt es eine aktive Szene, die sich regelmäßig trifft. Die Welt ist so klein.






Leben abseits der Zivilisation
In der Dunkelheit erreichen wir Patarate und werden herzlich von unseren Gastgebern und ihren drei Hunden empfangen. Sie zeigen uns die Hütte, in der wir nächste Woche wohnen dürfen. Wir sind vom ersten Moment an begeistert und fühlen uns sofort wohl. »Den Hot Tub könnt ihr mit Holz heizen, und drei Stunden später ist das Wasser heiß«, erklärt Andrés bescheiden seine eigene Entwicklung. Die beiden haben sich ein großes Stück Land in den Anden gekauft und es als Naturreservat eintragen lassen. Dafür mussten sie eigene Wanderwege vorweisen, die sie selbst mit viel Liebe und Arbeit angelegt und nach verstorbenen Familienmitgliedern benannt haben.
Andrés ist in Chile aufgewachsen, gelernter Ingenieur und hat ein kleines Wasserkraftwerk gebaut, das sie mit Strom versorgt. Einmal die Woche fährt er zu seiner Firma nach Santiago. Pia ist ursprünglich aus Spanien und arbeitet online als Therapeutin. Gerne begleiten wir sie in ihrer Mittagspause auf ihrer täglichen Wanderung zu den umliegenden Bergen. Auch die drei Hunde begleiten uns begeistert. In den Bergen leben Pumas, die im Winter schon für Probleme gesorgt haben, und drei ihrer Pferde wurden gerissen.





Von Menschen, die ihren Traum leben
Mehrmals treffen wir uns mit ihnen zum Abendessen, entdecken immer mehr Gemeinsamkeiten und könnten uns stundenlang weiter unterhalten. Die Art, wie Pia und Andrés ihr Leben gestalten, beeindruckt und inspiriert uns. Andrés freut sich, sein Deutsch mit uns üben zu können, und wir genießen die Abgeschiedenheit sowie die Möglichkeit, einfach einmal länger an einem Ort zu bleiben. Umso schwerer fällt uns der Abschied nach 14 Tagen. Doch auch hier färben sich langsam die Bäume, und es wird Herbst – Zeit zum Weiterreisen. Wir sind unendlich dankbar für ihre Gastfreundschaft und die vielen gemeinsamen Stunden, die diese Zeit für uns so besonders gemacht haben. Pia prophezeit uns: »In San Pedro beginnt eure eigentliche Reise durch Lateinamerika. Ihr werdet es lieben.«





















